2. Startup Weekend in Zürich

Mitte Januar hat die zweite Ausgabe des durch Philippe initiierten Startup Weekends stattgefunden, wie man auch Philippes Blogpost darüber entnehmen kann.
Und wie auch schon beim ersten Event im letzten Sommer, fand auch dieses Mal nicht nur Kopfarbeit in heissen Fragerunden und spannenden Business Case Vorstellungen statt. Denn nach den Case-Diskussionen welche in Zürich am Sitz der Nine Internet Solutions AG (unserem preferred Hosting Partner) stattgefunden hat, gings schnurstracks in die Berge nach Interlaken. Chauffiert vom Outdoor Interlaken Bus (Productplacement ich weiss – Philippe wird mir dafür sicherlich was bezahlen, ein Gipfeli oder so..) durch Beni, fuhren wir also aufs Lobhorn zum Fondueessen und Nachtschlitteln. Ein wirklich schönes Erlebnis und wärmstens weiterzuempfehlen!
Die Cases dieses Mal (in Form meiner Notizen als Stichworte):
eat.ch, vorgestellt durch den Gründer Reto Graf
- Geschäftsmodell weltweit erfolgreich, pizza.de (DE) und seamlessweb (USA) als mitunter grösste Player
- planen Innovation mit spezieller Integration ihrer Händler, mehr dazu darf aber derzeit noch nicht gesagt werden
- von 100 Kunden (also Lieferdiensten) zahlen 90 die Rechnung, Zahlungsmoral also eigentlich ganz i.O.
- Kreditkartenzahlungsfunktion und Gruppenbestellung als neue Feature geplant
- Antwort von Reto auf die Frage nach der Zahl der täglichen Bestellungen: “Das sind so Zahlen die ich immer wieder vergesse..”
- Diskussion um sinnvolle Marketingkonzepte: Karim schlug Radiowerbung vor, Dominik Adwords, Christian Bertschy schlug vor, die Kuriere als Partner einzusetzen welche die Plattform promoten.
bus2alps.com, vorgestellt durch den Gründer Jon Fauver
- spannendes Modell: Busreisen in Europa für eine extrem genau definierte Zielgruppe: amerikanische Austauschstudenten
- Florenz war dabei der erste und immer noch grösste Hub, weil dies die beliebteste Destination der wohlhabenderen Ostküsten-Studis für ein Austauschsemester ist
- weitere Destinationen momentan: München, Wien, Griechenland, Amsterdam, Interlaken etc.
- spannend auch: sie nutzen das Konzept des Botschafter-Marketings und machen Peer-to-Peer-Vertrieb (da hat also die Vorstellung von smaboo im Sommer am ersten Startup Weekend nachhaltige Wirkung hinterlassen)
nimax GmbH, vorgestellt durch den Gründer Dominik Schwarz
- Dominik, den ich schon seit HSG-Zeiten kenne, hat wohl die beeindruckendste, weil auch schon am längsten fortgeschrittene Story erzählt: sein Unternehmen nimax mit den mittlerweile drei Nischen-Shops in den Bereichen Astronomie (astroshop.de), Optik (optik-pro.de) und Globen (globen-und-karten.de) macht einen mittleren einstelligen Millionenbetrag (in Euro) Umsatz und beschäftigt mittlerweile 40 Mitarbeiter, 25 davon Vollzeit
- 60-70′000 Kunden
- USP: Kompetenz im Bereich Produkte und Sortiment, v.a. aber Service, Qualität und persönliche Beratung
- sie haben immer 3 Berater welche telefonisch erreichbar sind
- sie haben mehr als 10′000 Produkte, 650 davon an Lager, der Rest on demand
- ausgeklügeltes Liefermodell zwischen eigener Lagerhaltung und Versand in ihrem Namen durch Importeure
- eine ganz spannende Geschichte: trotzdem sie eine Qualitätsführerschaft anstreben, bieten sie eine Preisgarantie, d.h. falls jemand ein Produkt irgendwo anders günstiger findet, kriegt er die Differenz bezahlt. Dies zahlt sich aus, weil dies von den wenigsten Kunden in Anspruch genommen wird, einfach weil es tatsächlich die wenigsten interessiert.
- Navigation als ein ganz wesentliches Feature für den Erfolg: haben sie sich bei OTTO und QUELLE abgeschaut, was ja auch sinnvoll ist weil das Rad nicht neu erfunden werden muss
- Was die Zukunft bringen könnte: Community, Kunden-Vorteilsprogramm ähnlich amazon Prime, weitere Entwicklung der angefangenen Eigenmarke
Palisis, vorgestellt durch den Gründer Marc Wieland
- Marc kenne ich ebenfalls noch aus HSG-Zeiten
- ein extrem einfaches, aber überzeugendes Produkt: Ticketsystem mit welchem Tickets vor Ort direkt ausgedruckt werden können und gleichzeitig die Administration über eine Webplattform läuft
- erste Anwendungsgebiete: Betreiber der kleinen Touristenzüge, Fähren, kleinere Vergüngungsparks.
- Anekdote: die angesprochenen Schweizer Kunden fragen immer danach, ob sie nun endlich die MwSt einfacher abrechnen können währenddem die angesprochenen französischen Kunden zuerst danach fragt, wie er denn die MwSt umgehen könnte bzw. wo denn das Feature für die schwarze Kasse ist..
wuala.com, sollte eigentlich durch Dominik Grolimund vorgestellt werden, dieser durfte dann aber aufgrund unterschriebener LoI’s für eine Finanzierungsrunde nichts sagen und wurde durch Andi Brenner vertreten. Update: Der Grund dürfte hier unter anderem an den Vorbereitungen des Deals mit LaCie gelegen haben..
Update 2: Und schon wird die Dritte Edition des wirklich genialen Events bekanntgegeben. Das nächste Event findet, wie Philippe letzte Woche angekündigt hat, am 8. August 2009 in Bern statt. Mehr Infos gibts auf der Event-Seite bei amiando.


















