Business am Wochenende
Auch an diesem wunderschönen Herbstwochenende (Nachtrag: zumindest dem Samstag gebühren diese Worte) wieder: Business, Business, Business. Und weil ich vorletzte Woche in den Ferien war, wirds etwas länger..
“Gamen” in der Schule? Dies zumindest empfehlen zwei britische Studien. Wieso eigentlich nicht? Solange es nicht gerade Ego-Shooter mit Lehrern als Gegner-Avatare sind.. In diesem Zusammenhang auch immer wieder aktuell: Spielen am Arbeitsplatz erhöht die Konzentration und Leistungsfähigkeit, wie eine Studie der Universität Hamburg zeigt. Business Opportunity für SAP und andere Business-Software-Hersteller: Der Benutzer wird alle 2 Stunden mit einem obligatorischen Mini-Game unterbrochen. Wenn er den geforderten Benchmark nicht schafft, heisst das, Aufhol-Training. In der Freizeit versteht sich..
Die Schlacht Microsoft gegen die Schweizer Steuerbehörden ist geschlagen, Microsoft ist Sieger. Der Verlauf des Geplänkels zeigt deutlich; eines der gewichtigsten Argumente in der Entscheidung für oder gegen Open Source, stellen die Lock-in-Kosten dar. Dies bestätigen auch die Ergebnisse einer von SwissICT und ch/open/ durchgeführte Studie. Gemäss der Studie nehmen Unternehmen als wichtigste Vorteile die offenen Standards, die Community und der sich daraus ergebende Wissensaustausch bei Open Source Software wahr. Dazu passt auch, dass Gartner davon ausgeht, dass 70% der IT-Unternehmen bis ins Jahr 2008 auf OS-Datenbanken setzen werden.
Genial witzig und gehaltvoll zu lesen: Der VC Rondam Ramblings nennt die Top 10 Tech-Geek Mythen. Die besten in Kürze:
Myth #1: A brilliant idea will make you rich.
Myth #3: Someone will steal your idea if you don’t protect it.
Myth #5: Financial models are bogus.
Myth #9: The idea is the most important part of my business plan.
“Geiz ist out beim Online-Shopping”, so der Titel eines Artikels auf heise.de. Wenn man den deutschen Markt kennt, so fällt es einem irgendwie schwer, die Ergebnisse der publizierten Studie nachzuvollziehen. Irgendwer scheint hier geschummelt zu haben. Es wird zwar richtig sein, dass der Preis als Entscheidungsdimension, aufgrund der sehr hohen Transparenz im Online-Markt und der daraus resultierenden geringen Preisspanne, tendenziell eine abnehmende Bedeutung hat. Dennoch kann davon ausgegangen werden, dass die Bedeutung noch immer sehr hoch sein muss, wie sonst liesse sich der Erfolg von Preissuchmaschinen und Vergleichsportalen erklären..
Schliesslich noch die originelle Meldung am Freitag von inside-it: Die hervorragende IT-Newsplattform will nicht mehr länger darben und verkauft ihre Journalisten-Dienste an mitteilungsbedürftige Unternehmen. Ich meine: Nun ja, wieso eigentlich auch nicht, ist wenigstens die ehrlichste Form. Und es würde mich interessieren, wieviel die “jubelnden Journalistinnen” kosten.
Und was würdet ihr mit 100 Mio. $ tun? Laut einem Bericht auf heise.de hat sich Jimmy Wales von der Wiki Foundation an die Wiki-Community gewandt. Spannende Frage, neben der natürlich noch offen ist, woher dieses Geld kommen sollte. Ich meine: Man kaufe das Hubble-Teleskop, um welches momentan gerade heftig beraten wird, und baue es zu einem Web2.0-tauglichen Spionage-Satellit um, der per Mashup auf die eigene Website eingebaut werden kann. Oder in openBC (tschuldigung, XING) implementiert wird.. Oder zur Kinderüberwachung eingesetzt werden kann..
Videos, the next big thing on the internet. In einem sehr spannenden Artikel auf BusinessWeek.com geht’s um Unternehmen und Startup’s im Bereich Internet-Video. Sowohl im Bereich der Übertragung/Synchronisierung, als auch in den Werbevermarktungs-Modellen scheint das Potenzial noch gewaltig. Dies haben natürlich nicht nur die Amerikaner, sondern auch Kunden der zimtkorn gemerkt. Deshalb sind wir momentan mitten in der Entwicklung von Plattformen und Tools im Bereich Videos und serverseitige Video/Flash-Generierung. Mehr dazu folgt bald an dieser Stelle.
Rechenzentrum auf hoher See oder sonst irgendwo auf der Welt, innert weniger Tagen “on Demand” betriebsbereit? Geht nicht? Gibts nicht. Zumindest wenns nach Sun geht, soll das in nächster Zeit möglich werden, durch ein Rechenzentrum, das in Frachtcontainern untergebracht ist, meldet inside-it.ch in einem Artikel.





