Adrian Locher | 12. Dezember 2008 13:08 | Kategorie Adrian's

Gestern durfte ich dem Treffen der HSG Alumni Berlin beiwohnen. Dieses fand an bester Adresse, in der Schweizer Botschaft in Berlin statt. Gastgeber war Botschafter Christian Blickenstorfer, der mit einem Vortrag über die Beziehung Deutschland-Schweiz sowie mit Anekdoten aus der Geschichte der Schweizer Botschaft zuerst erstklassig unterhielt und anschliessend von seinem Koch kulinarisch verwöhnte.
Ein kleiner Auszug aus der turbulenten Geschichte des Hauses in welchem sich die Schweizer Botschaft befindet: Die Schweiz hatte das Gebäude 1919 von der Familie eines Artzes gekauft, der das Haus 1870 erbaut hatte. In der Zeit nach Hitlers Machtergreifung sollte das Haus eigentlich abgerissen werden, denn Hitlers Architekt Speer hatte für die Umgebung um den Reichstag ja mit seiner “Halle des Volkes” grosse Pläne. Der Schweiz wurde im heutigen Botschaftsviertel beim Tiergarten Ersatz angeboten. Die Schweiz weigerte sich jedoch, das Haus aufzugeben und so blieb die Botschaft erstmal da. Während dem zweiten Weltkrieg wurde das Haus wie durch ein Wunder nicht zerstört, anders als die gesamten umliegenden Häuser. Das Haus erlitt zwar einen Volltreffer, die Fliegerbombe ist aber nicht explodiert, sondern lag im Keller im Vorratsraum. Von dort aus haben dann Botschaftsangestellte die Bombe eingewickelt in eine Wolldecke ins Freie getragen. Nach dem Ende des Kriegs verlor die hervorragende Lage direkt gegenüber dem Reichstag jegliche Bedeutung da die Regierung nach Bonn übersiedelte. Die Schweiz versuchte darauf in den 60er Jahren das Haus mehrmals zu verkaufen. Das gelang jedoch nicht. Als 1990 ein Kaufangebot vom damaligen Bundeskanzler Kohl reinflatterte wurde man deshalb doch etwas misstrauisch und fand dann schnell heraus, dass für die Gegend Grosses geplant war. Denn wie man weiss, ist nach der Wende die gesamte Regierung wieder nach Berlin umgezogen und es enstand ein gigantisches Regierungsviertel in dessen Mitte die Schweizer Botschaft heute steht. Dem Vernehmen nach soll Jassir Arafat bei einem Besuch zu Schröder gesagt haben “also die Schweizer sind ja schon immer an der ersten Adresse”. Woraufhin im dann Schröder entgegnete, dass die Schweizer schon vor der deutschen Regierung dagewesen seien..
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Tags: Berlin, HSG, HSG Alumni, Schweizer Botschaft, Universität St. Gallen
Adrian Locher | 22. September 2006 11:43 | Kategorie Business
Und da soll noch einer sagen, HSGler taugen nur als Konzernsoldaten! Gegenargumente gefällig? (in unsortierter Reihenfolge)
- Samy Liechti, Gründer von blacksocks.ch, am Montagabend in einem inspirierenden und sehr persönlichen Interview auf DRS3
- Rolf Dobelli, Gründer von getAbstract, der zwar pointiert meinte, “die HSG hat mir nichts gebracht”, immerhin aber doch sogar an ebendieser promovierte, als Webcast vom START Summit 2006
- Andreas Göldi, Philipp Lämmlin, Gründer der namics ag
- Bettina Hein, Gründerin der SVOX AG
- Florian Schweizer & Jan Bomholt, BrainsToVentures, umantis
- Claudio Hintermann, Abacus
- Peter Spuhler, StadlerRail
- Emmanuel Probst, JURA Elektroaparate AG
- Willy Graf, swoffice AG & VVK AG
- Luca Vidi, Gründer 24translate
- Thomas Gutzwiller, Gründer IMG
- Peter Weigelt, Gründer der Mediapolis
- Konrad Hummler, Gründer und Teilhaber der Bank Wegelin
- Piero Stinelli, Gründer der vadian.net
- Stefan Jäger, Gründer der Almafin Jaeger AG
- Fredmund Malik, Gründer des Malik Management Zentrum St. Gallen
- Erik Streller-Shen, Gründer der Go! Uni-Werbung
- Philippe Willi, Go Sports AG
- Dominik Schwarz, Gründer der nimax GmbH (astroshop.biz)
Wenn dem geneigten Leser hier weitere Namen einfallen, so kann er diese als Kommentar hier anfügen, die obenstehende Liste wird dann entsprechend ergänzt.
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Tags: Entrepreneurship, HSG, START, Universität St. Gallen, Unternehmertum
Adrian Locher | 12. August 2005 19:18 | Kategorie Zimtkorn intern
Ganz ehrlich, so ein Leben ist schon hart. Die Schlussprüfungen einer Uni von der man gemeinhin sagt, sie sei nich einfach nur so im Vorbeigang zu machen, stehen kurz vor der Tür. Zwar ist die Vorfreude auf eine Zeit “danach” sehr gross, denn diese Zeit wird erstmals die Perspektive in sich tragen, dass man die gesamte Zeit des 150% Pensums in die unternehmerischen Aktivitäten investieren kann und nicht so wie momentan 100% ins Unternehmen und 50% in Studium. Dennoch und das möchte ich mit meinem nachfolgenden Tagesablauf gerne zeigen, ists schon unglaubliche Akrobaten-Arbeit immer “double-minded” durchs Leben zu laufen, wenn auch das Studium eine interessante Perspektive neben den Erfahrungen “on the job” bringt!
06.00 Sonnenaufgang an der Helvetiastrasse 54 (egal ob die Sonne nun oben ist oder nicht, ist einfach so)
06.15 Genuss der ersten Espressos nach einer muntermachenden Dusche
07.00 NZZ ist gelesen und erste e-Mails beantwortet
07.40 Tagesplanung und Milestones für die zimtkorn sollten nun erledigt sein
07.45 Bus (Auto? Was ist das?) fährt hoch zur Uni
08.00 Learning Session in der HSG-Bibliothek
12.30 Mittagspause, wobei gilt: Produktivität = (Motivation x Seiten pro Minute) – (Kaffeepausen x Ablenkungsversuche anderer Leute)
17.30 Fazit der ersten Lernstunden wird gezogen, aufgrunddessen meist die Weiterarbeit bis zum Schliessungs-Gong der Bib um 21.00 beschlossen
21.00 Vorfreude auf ein Feierabendbierchen macht sich breit, doch man wäre nicht Partner der wonderbrand ag wenn man dies nun ernsthaft ins Auge fassen würde, anstattdessen entschliesst man sich noch für einen kurzen Gang ins Büro
23.26 Abfahrt des letzten Busses an der Teufenerstrasse 35
00.10 “10vor12″ auf SF1 neigt sich dem Ende zu und ich mich meinem Bett
So, das soll nun aber nicht heissen, dass unser Tun hier keinen Spass macht! Nein, vielmehr macht es sogar enorm Spass und bringt viel Befriedigung wenn die Aktivitäten denn auch zu Erfolg führen, was ja durchaus ab und an vorkommt..
Und natürlich gibts dann noch so Perspektiven wie die hier von Lars Evert, einem schwedischen Unternehmer auf seiner Yacht “Enterprise”, der den grössten Teil seiner nunmehr vor allem strategischen Arbeit auf seinem Böötchen leistet. Ich weiss ich bin ein furchtbarer Materialist, aber lasst mir doch die Freude, denn: da will ich hin :)
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Tags: HSG, Studium, zimtkorn
Adrian Locher | 29. Juni 2005 18:20 | Kategorie Zimtkorn intern
Proud to be HSG!
Worthülsen der besonders schönen Art, gehülst und “successfully distributed” über den Internet “Channel” durch die HSG gibts hier.
Aber seien wir doch ehrlich: jede Domäne hat ihren Slang, bei den Medizinern und den Sprachwissenschaftlern ists das Latein und bei uns blubbernden BWLern halt das anglifizierte Schönreden! Sofern ich nun soziodemografisch, verhaltens- und wertorientiert richtig kommuniziert habe, unter Beachtung der channel-spezifischen Eigenheiten, so dürfte der nachfolgende Link interessieren (eben hier haben wir es schon wieder: “Verlinkung” tönt doch wirklich unhandlich, oder erklär mir mal bitte einer wie man B2B adäquat und kurz in deutsch ausdrückt..)
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Tags: HSG, Studium