Adrian Locher | 1. Februar 2009 11:03 | Kategorie Zimtkorn intern

Der soziale Druck nimmt mal wieder zu und obwohl mitten in der Internetszene unterwegs, gehöre ich ja im Bereich der sozialen Medien jeweils nicht zu den Early Adoptern. Vielmehr schaue ich zuerst ein wenig zu und versuche das Potenzial abzuschätzen.
Twitter – DER Microblogging Dienst schlechthin – ist für mich ein noch sehr zweischneidiges Schwert. Einerseits finde ich es komplett überflüssig, alle paar Sekunden zu erfahren, ob Freund A nun auf der Toilette sitzt und sich auf seinem iPhone gerade einen spannenden Beitrag auf Spiegel Online durchliest. Genauso wenig bringts mir eigentlich auch wenn ich erfahre, dass Freund B nun gerade auf der Google Party am WEF herumhopst. Und trotzdem hat Twitter etwas sehr elegantes, unglaublich schnelles und einfaches. Es ist die Beschränkung auf 140 Zeichen welche das Senden und Empfangen dieser Nachrichten spannend macht und zugleich der Newsticker-Charakter. Wenn ich mag, kann ich ihn einschalten und kriege so live vieles aus der Welt aus erster Hand direkt mit. Und wenn ich dann vom News Overflow wieder genug habe, schalte ich es einfach wieder aus. Im Wissen, dass die wirklich wichtigen Dinge dann entweder noch 142 Mal von anderen Twittern wiederholt werden oder ich sie dann eben auch in einer gefilterten Newsquelle wiederfinde.
Ein weiterer Aspekt ist natürlich der Nutzen des Tools als Instrument des Onlinemarketings. Es ist hier neben Newslettern, Blogs und Social Networks ein weiterer sehr einfacher und gleichzeitig effizienter Kanal, interessierte User und Kunden direkt zu erreichen. Unsere Kollegen von smaboo in Berlin zeigen hier schon ziemlich professionell wie das geht, mit Mrs. smaboo.
Ach ja und für diejenigen die es interessiert, falls ich mal auf der Toilette sitzend spannende Artikel finde, hier gehts zu meinem privaten Twitter Profil.
Update: Habe übrigens gerade auf deutsche-startups.de einen interessanten Artikel zum Thema Twitter gefunden, den ich hier nicht vorenthalten möchte.
Update 2: Von Nico Luchsinger habe ich auf NZZ (dank seinem Hinweis per Twitter) gerade seinen eigenen Artikel zum Thema Twitter entdeckt.
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Tags: Blog, Business am Sonntag, online marketing, smaboo, twitter, wef
Adrian Locher | 23. Oktober 2007 6:47 | Kategorie Adrian's, Business
Link: sevenload.com
video credits: yoda
Alte und neue Bekannte, unterhaltsam und gut gegessen – so das Fazit des vergangenen BlogCampSwitzerland 2.0 am letzten Samstag an der ETH in Zürich. Sicherlich keine rocket science und die ganz revolutionären Ideen fehlten, insgesamt aber ein sehr solides Event mit guter Organisation und CH-Blog-Prominenz (auch manchmal “B Prominenz” genannt). Und eben: die Bewirtung durch den tuck-tuck war hervorragend!
Snapshots mit B-Promis
So richtig sexy fand ich das Venture bei welchem sich Dominik Tarolli in Zukunft betätigen wird: Procedural City Modelling mit CityEngine. Mit Rouven Küng, Peer Dittmar und Remo Uherek ging es einmal quer die (ja insgesamt eher spärliche) Web 2.0 Landschaft rauf und runter. Patrick C. Price gab leider nur sehr wenig von ihren in der Pipeline stehenden Ventures preis. Dania Gerhardt entwickelt mit amazee ein interessantes Social Network, welches weniger an den Beziehungen zwischen den Usern als vielmehr an Topics, gemeinsamen Zielen und Visionen aufgehängt werden soll. Mit William Lüthi plauderte ich zum Thema open innovation, welches ich zurzeit sehr spannend finde, auch in Anbetracht der Tatsache, dass die zimtkorn mit dem Projekt indito für die Schweizerische Post aktuell ein gerade für einen grossen Staatskonzern doch ziemlich innovatives Konzept im Bereich kollaboratives Ideenmanagement entwickelt und implementiert hat. Von Marc Bernegger konnte ich die neuesten Stories aus dem Hause amiando erfahren, wobei ich noch immer sehr gespannt auf das smaboo-Pitch-Video von Felix Haas zusammen mit Christoph Magnussen, meinem Co-Founder bei smaboo, auf der Achterbahn bin. Auch immer wieder nett sind die Versuche, meinen alten Studien- und Gründerfreund Valentin Binnendijk, mit ins smaboo-Boot zu holen. Carole Hofmann erzählte mir von einem aktuellen Projekt zusammen mit astina (leider waren weder Marc Gasser noch Simon Morger am BlogCamp anwesend). Luzius Meisser zeigte mit wuala ein neues Speicherkonzept. Rolf von Behrens – der zuvor gesagt hatte, er wisse nun wieso es ihm auf Kuba so gut gefallen hatte: keine Werbung – bedachte smaboo mit dem schmeichelnden Kommentar: “Ich persönlich hoffe nicht, dass smaboo erfolgreich wird, aber ich glaube schon..”.
Blog-Stimmen zum BlogCamp
Remo Uherek, mit einem (fast) umfassenden “Rundumschlag” über die CH-Internet-Gründerszene auf gruenderszene.de
Roman Hanhart, BlogCampSwitzerland
Corsin Carmichel, Final Thoughts on BlogCampSwitzerland 2.0
Markus Tressl, “Getting blogs done”
Krusenstern, “10 Tipps für bessere Blogtexte” (Mitschrieb von einer wertvollen Session)
Matthias Gutfeldt mit einem eher kritischen Beitrag “Verkaufsmesse 2.0” auf seinem metablog
Marko Kruse, der extra aus Berlin angereist war um für gruenderszene.de zu berichten, mit seinem Beitrag “BlogCamp in der lieben Schweiz“
Claudio Notz mit einem Mitschrieb aus der Session “Swiss Myth” von Dannie Jost
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Tags: Blog, blogcampswitzerland, Web 2.0, Zurigo
Adrian Locher | 17. März 2007 12:11 | Kategorie Business

trigami, das erste Schweizer Blog-Affiliate-System für bezahlte (klar als solche gekennzeichnete) Rezensionen, im Oktober 2006 durch Remo Uherek und David Burkardt gegründet, ist erfolgreich gestartet. Mit einem Netzwerk von momentan ca. 150 aktiven Bloggern, konnten bereits erste Aufträge (u.a. exsila, hitflip, genotec) erfolgreich abgewickelt werden. Gemäss trigami liegt das Ertragspotential für Blogger pro Rezension zwischen CHF 50 und 1000.
Wie bei allen neuen Modellen hat es natürlich auch hier schon heftige Diskussionen geführt, die aber mehr zum Schmunzeln anregen, auch die meisten Internet User gehören eben nicht zu den innovationsbereiten Menschen. Die sachlich und qualitativ hochstehendere Diskussionsplattform findet man übrigens (wie so oft) bei Robert Basic in seinem Basic Thinking Blog oder auch bei Yoda, der selbst eine Rezension zu JAM verfasst hat. Interessant ist aber trotzdem nur schon DASS es eine Diskussion gibt. Voll Web 2.0 eben und aus den vielen Feedbacks gibts sicher auch den einen oder anderen Punkt, der zu weiteren Verbesserungen der Services beiträgt. Sicherlich ist dieser Prozess auch hilfreich für die Leute hinter trigami um auszuloten, wo das Business anfängt und wo es aufhört, denn klar ist: alle neuen oder neueren Geschäftsmodelle brauchen natürlich ebenso Standards und Codes of Conduct. (Update: Was trigami aktuell offensichtlich auch gerade angeht, wie die aktuellen Posts von Freitag und Samstag zeigen.
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Tags: Blog, Blogger, trigami
Adrian Locher | 25. Januar 2007 8:25 | Kategorie Business
Der Artikel John Edwards, the e-Candidate auf businessweek.com, beschreibt, wie amerikanische Politiker aus der obersten Liga (unter anderem Hillary Clinton und Obama Barack) die neuen Medien in Form von Blogs, Podcasts und Videoansprachen mittlerweile als wichtigen Kanal in ihren Wahlkampf einbauen. Ein interesssanter Fakt: John Edwards, ebenfalls Präsidentschaftskandidat für die Wahlen in 2008 ist mit einigem Abstand der erfolgreichste Onliner. So hat er es geschafft alleine durch seinen Blog und Videobotschaften sehr über $440′000 einzusammeln. Und dies rein über Kleinspender, welche über den Dienst ActBlue Online Donations getätigt haben.
Zu diesem Thema ein interessanter Artikel (Bloggers unite to save astroturfing for Mankind) auf theregister.co.uk zum Thema wie die Blogosphäre mittlerweile als nicht zu unterschätzender Einflussfaktor in die Politik eingreifen kann. In diesem Fall wohl mit einer epidemie-ähnlich gestreuten Paranoia, die nicht ganz den Tatsachen entsprach.
Und wie schaut es bei den Schweizer Top-Politiker aus? Wer aus der obersten (bis höheren) politischen Gewichtsklasse nutzt bereits erfolgreich die neuen Medien abgesehen von klassischen Internetauftritten. Folgende (verhältnismässig relevante) Blogs habe ich gefunden (unsortierte Liste):
- Blog von Moritz Leuenberger
- nzzvotum.ch – überparteilicher Blog zu den Zürcher Kantonsratswahlen mit erstaunlich guter Beteiligung
- Blog der CVP Luzern
- FDP (RSS-Feed)
- Junge SVP (kein Blog, RSS-Feed)
- Grüne Zürich (kein Blog, RSS-Feed über Feedburner)
- JUSO-Blog (hoffentlich nur nur während der Wahlzeit)
- parlament.ch (auch das Parlament ohne Blog, dafür mit Feed)
- swisspolicy.net (Think Tank von Schweizer Jungparteien; ähnlich aufgestellt auch freilich.ch)
- politlog.ch (Peter Weigelt)
- WEF Blog
- Blog der SVP Schweiz (leider schon wieder inaktiv bzw. ersetzt durch das Forum, interessanterweise lief der Blog auf einer .de-TLD)
- eDemeokratie.ch (Christian Schenkel ist zwar kein Politiker, dennoch ein interessantes Blog)
- rebell.tv
- Christa Markwalder
- Isabelle Moret
- Helen Leumann (kein Blog, RSS-Feed)
- Evi Allemann (kein Blog, RSS-Feed)
- Ruedi Aeschbacher (leider offensichtlich momentan mit technischen Problemen)
- Markus Notter (nicht Web 2.0 zwar, aber kreativ mit Videos umgesetzt)
- frausinn.ch
- ordnungspolitik.ch
- politik-bog.ch
- Blog der Freiheitspartei
- ch-libre.ch Blog
- ignoranz.ch
- Toni Brunners buureradio.ch (auch kein Blog zwar, aber immerhin ein innovatives Format)
- Das SVP-Maskottchen “Zottel” mit eigener Webcam (lassen wir knapp als 2.0 gelten..)
- Gemeinderatswahlen in Bern, jetzt auch Web 2.0-tauglich
Weitere Exponenten aus der höchsten Liga? Hinweise bitte als Kommentare, dann werde ich die obenstehende Liste vervollständigen.
Im Mittelbau und an der politischen Basis gibts natürlich zahlreiche, teilweise auch viel-frequentierte und manchmal arg tendenziöse Blogs, interessant ist auch die Tatsache, dass das linke bis grüne Spektrum stark übervertreten ist in der Blogosphäre. Woran liegt das?
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Tags: Blog, Blogger, Politik, Web 2.0
Adrian Locher | 24. November 2006 19:16 | Kategorie Zimtkorn intern
Was lange währt wird endlich gut. Nun haben wir im Zuge des Redesigns unserer Seite (Launch nächste Woche) schon mal den zimtBlog rundumerneuert um alle gängigen Web 2.0 Standards zu erfüllen. Neu sind also XML-Feeds, Permalinks, Trackbacks, ein Archiv für alle Beiträge seit 2004, eine Suchfunktion sowie Sortiermöglichkeiten nach Kategorien und Tags (inklusive Tag-Cloud). Schön, was?!
Nach eingehender Analyse haben wir uns entschieden, nicht auf eine TYPO-Extension (wie z.B. Timtab) zu setzen, trotzdem unsere neue Seite komplett auf dem beliebten Open Source Content Management System basieren wird. Wir haben uns für eine customized Version von Wordpress entschieden, einfach weil hier die Funktionsvielfalt und die technische Architektur am meisten überzeugt haben. Was teilweise von den TYPO-Extensions nicht behauptet werden kann.
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Tags: Blog, TYPO3, Web 2.0, zimtkorn