Die Gretchenfrage im Web 2.0: Wo gehts hier denn bitte lang zum Geschäftsmodell?

David Heinemeier Hansson, Schöpfer des Ruby on Rails Framework und Gründer von 37signals, hat zum Thema Geschäftsmodelle im Internet an der Startup School 08 eine geniale Speech gehalten. Das ist schon etwas länger her, April 2008, um genau zu sein. Ich behaupte aber jetzt einfach mal, dass die Aktualität des Themas in den vergangenen 8 Monate nochmals um Sphären gestiegen ist. Und manch einer der wohl damals noch schmunzelnd zugeschaut hat, und sich gedacht hat, “ach was mit meiner tollen, weil super targeted Community verdiene ich dann schon Geld – wenn sie nur gross genug ist”, wird sich wohl langsam aber sicher was neues ausdenken.
Meine persönliche Prognose für das 2009 als superheftiges Konsolidierungsjahr für all die Geschäftsmodelle welche darauf basieren, dem Benutzer über Werbefinanzierung einen Dienst gratis zur Verfügung zu stellen, steht sowieso schon länger. Denn der Gegenbeweis, dass es im grossen Rahmen funktioniert, fehlt für mich einfach immer noch. Und die vermeintlichen Modelle die funktionieren, tun dies auch nur auf den ersten Blick: Facebook ist eine tolle App und macht einen dreistelligen Millionenbetrag an Umsatz, gibt aber auch mindestens genauso viel auch wieder aus. Robert Basic hat dazu mal die treffende Frage gestellt: “Welche Firma auf der Welt gibt es, die über 100 Millionen Kunden hat und nicht so genau weiss, wie damit Geld zu verdienen?” Ich warte darauf, wann FB beginnt den Status eines “Premium Users” einzuführen.. Skype produziert – trotz gigantischer Benutzerzahlen – nun wahrlich auch keine goldenen Zahlen und erfüllt schon gar nicht die Erwartungen, die eBay beim Kauf da reininterpretierte.
Welche Beispiele gibt es, die zeigen, dass ein indirektes Finanzierungsmodell funktioniert?
Und auf der anderen Seite stehen die Beispiele für Applikationen für die Benutzer bereit sind zu zahlen und die entsprechend schnell wachsen. Für mich sind die zwei schillerndsten sicherlich XING für Europa und salesforce.com für die USA. Beides Tools die ich persönlich sehr intensiv nutze, sowohl privat als auch geschäftlich. XING produziert astronomische EBIT-Margen (die ja nun dank Börsenkotierung auch immer schön im Quartalsbericht einzusehen sind) und salesforce.com scheint es tatsächlich zu schaffen, den CRM-Markt langsam von hinten aufzurollen.
Anyway, um wieder zum besagten Vortrag zurückzukommen: David zeigt einen ganz einfachen Weg, wie das Problem
1. Produkt
2. ???
3. Profit
gelöst werden kann. Unbedingt sehenswert und neben dem Unterhaltungswert auch wirklich gespickt mit sehr vielen Learnings.
Sein Fazit: No rocket surgery!















echt geiler artikel und das video ist der hammer… denn muss ich an unser start up meeting einladen, hast du mir da die adresse? nirvana@ruby oder so?
Nun, ich denke er ist über david(ätt)37signals.com zu erreichen :)
[...] (via Zimtkorn) [...]
Von dem Video gibt es eine Darstellung, die gleichzeitig die Präsentation zeigt:
http://www.omnisio.com/startupschool08/david-heinemeier-hansson-at-startup-school-08
Wenn nur alle Blogs so gut w?ren… Hab dich weiterempfohlen